Jetzt im Wolermoos

Förderung der Ringelnatter

Heuer konnten im Gebiet Wolermoos / Eichbühlwald mehrere Ringelnattern beobachtet werden. Damit sich die Tiere im Wolermoos halten und vermehren können, wurden im Rahmen der Arbeitstage Eiablageplätze geschaffen. Detaillierte Informationen siehe im Merkblatt des lawa unten.

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Merkblatt Eiablageplätze

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Frischer Streuhaufen angelegt als Eiablageplatz für die Ringelnatter. Dahinter alter Haufen.
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Ringelnatter am östlichen Waldrand im Wolermoos. August 2020.
Anfang August

Der blühende Wasserdost (links) ist eine wertvolle Futterquelle für viele Insekten. Hier ein Tagfalter (Landkärtchen).
Ab Ende Juli, Anfang August sind junge Eidechsen anzutreffen. Auf dem Bild in der Mitte eine Zauneidechse und rechts eine Waldeidechse. Alle Fotos wurden in den letzten Tagen im Wolermoos aufgenommen.

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Sommer, hohe Zeit der Insekten

Die Vielfalt der Lebensraumtypen im und um das Wolermoos begünstigt das Vorkommen von Insekten. An sonnigen Sommertagen sind besonders viele Vertreter dieser formenreichen Tierklasse anzutreffen.

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Gallische Feldwespe auf ihrem Nest, das an einem dürren Pflanzenhalm in der Streuwiese befestigt ist. Nester dieser Art sind oft so ungeschützt wie hier angelegt. Sie bestehen meist aus lediglich etwa 50 Brutzellen.
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Rosenkäfer auf Nahrungssuche auf einer Blüte der Akeleiblättrigen Wiesenraute. Die Käfer saugen süsse Pflanzensäfte und fressen Pollen und andere zarte Blütenteile. Die Larven (Engerlinge) leben im Boden und ernähren sich von verrottenden Pflanzenteilen.
Viel los im Wolermoos
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Damit Besucher den Weg finden und durch das Gebiet geleitet werden, habe wir einen Rundweg um den Weiher freigemäht.
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Die blendend weissen Büschel an den Früchten des Breitblättrigen Wollgrases leuchten jetzt in der Streuwiese und verkünden das Ende des Frühlings.
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Ein Zauneidechsenmännchen schaut keck aus dem Streuhaufen am grossen Weiher im Wolermmos.
Reptilien im Wolermoos

Im Kanton Luzern kommen sieben Reptilienarten vor. In unserer Gegend sind es fünf und im Wolermoos kann man mit etwas Glück nicht weniger als vier Arten beobachten. Siehe Fotos im Album zum herunterladen.


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Fotoalbum Reptilien im Wolermoos

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Mitte April
Das milde Wetter der vergangenen Monate bewirkt bei vielen Pflanzen einen sehr frühen Blühbeginn. Verglichen mit dem langjärigen Mittel beträgt der Vorsprung je nach Art bis zu drei Wochen. So lässt sich bereits jetzt die prächtige Vielfalt der Natur auf einem Spaziergang in der nahen Umgebung geniessen.

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Veilchen
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Traubenkirsche
Sicherheitsholzung im Wolermoos

Im Wolermoos sind viele Eschen durch eine Pilzkrankheit (Eschenwelke) stark geschädigt worden. In den letzten Wintern haben Sturmwinde immer wieder Bäume umgeworfen (s. Fotos). Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald hat im vergangenen Monat aus Sicherheitsgründen Bäume entlang des Waldweges gefällt. Ein Teil der Stämme bleibt liegen und erfüllt so als Totholz eine sehr wertvolle Funktion für die Natur. Weitere Informationen und die Kontaktdaten des Revierförsters für Fragen finden sich auf dem Merkblatt.
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Merkblatt lawa zur Holzerei im Sonderwaldreservat Wolermoos

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"Nachtleben" im Wolermoos

Von Anfang bis Mitte März installierte Simon Birrer im Wolermoos eine Fotofalle. In erster Linie sollte damit geklärt werden, ob das vor einigen Jahren festgestellte Vorkommen des Iltis immer noch besteht. Und tatsächlich, in mehreren Nächten gelangen Aufnahmen der gesuchten Art. Wir zeigen hier zwei Schnappschüsse, zudem solche von Fuchs und Reh.
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Informationen zur Biologie, Ökologie und Verbreitung des Iltis

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Gruss vom Frühling im Februar

Kein Schnee, Sonnenschein und milde Temperaturen locken bereits  im Februar Tiere aus den Winterverstecken, die sonst erst im März beobachtet weden können.
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Honigbienen sammeln Pollen auf den schon blühenden Schwarzerlen.
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Ein Kleiner Fuchs wärmt sich auf einem von der Sonne aufgeheizten Stein.
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Sogar eine Zauneidechse nimmt ein erstes Sonnenbad.
Besucher im Winter

Im Winter ist es sehr ruhig im Wolermoos. Umso mehr fällt ein kleiner Trupp Finkenvögel auf, der sich hoch oben in den Kronen emsig an den Erlenzäpfchen zu schaffen macht; siehe folgende Fotos. Es sind Elenzeisige (Spinus spinus). Diese Vogelart brütet in den Fichtenwäldern der Alpen und des Jura. Im Winter sind sie zusammen mit Zuzügern aus Nordeuropa auch im Mittelland auf Futtersuche unterwegs. Die Bestände von Brutvögeln und Überwinternden schwanken von Jahr zu Jahr stark, abhängig vom Futterangebot.
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Formen und Farben im Spätherbst
Goldene Herbsttage Ende Oktober

Es wird langsam ruhiger in der Natur. Ein Rundgang im Wolermoos bietet trotzdem schöne Bilder und an sonnigen, warmen Tagen sind letzte Insekten anzutreffen. Nach den ersten Frostnächten werden sie verschwunden sein. Typisch für warme feuchte Herbsttage sind die zahlreichen Pilze. Der abgebildete Safranschirmling ist essbar, wurde jedoch vom Fotografen im Wald stehen gelassen.

Fotos vom 27. Oktober 2019:
Rohrkolben
Wasserdost
Westliche Weidenjungfer
Blutrote Heidelibelle
Safranschirmling


Spätsommer und Frühherbst
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Wespen- oder Zebraspinne
Das Netz wird zwischen hohem Gras und Stauden gespannt.
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Kokon Wespenspinne
Ende Sommer werden Eier in einen Kokon mit typischem Streifenmuster abgelegt.
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Westliche Weidenjungfer
Paarungsrad mit Männchen oben und Weibchen unten. Flugzeit vor allem im August und September.
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Westliche Weidenjungfer
Libellen haben einen sehr guten Sehsinn. Durch die Spiegelung in den grossen Komplexaugen scheint uns das Tier anzustarren.
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Rote Keulenschrecke
Im August und September an sonnigen Waldrändern zahlreich anzutreffen. An den spatelförmigen, schwarzen Fühlerenden mit weisser Spitze leicht zu erkennen.
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Herbstzeitlose
Die Blüten erscheinen im Herbst. Die Blätter und Früchte im zeitigen Frühjahr.
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Waldeidechse
Im August und September sind die jungen Waldeidechsen zu entdecken.

Ringelnatter beim Wolermoos
Ende Juli konnte unmittelbar nördlich vom Wolermoos am Hürn eine Ringelnatter beobachtet werden. Es wäre schön, wen diese Art auch wieder das Naturschutzgebiet Wolermoos besiedeln würde.
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Ringelnatter am Mauensee.
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Ringelnatter gut getarnt in der Staudenvegetation am Hürn.
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Übersicht des Fundortes am Hürn.

Spätsommer
In der Streuwiese beginnt die Blüte des mannshohen Pfeifengrases und darin eingestreut leuchten die Blütenköpfe des Teufelsabbiss (Foto links), ebenfalls ein Spätblüher.
In Waldlichtungen und an Waldrändern fliegt der Kaisermantel. Diese Art ist noch relativ häufig und weit verbreitet. Es bestehen gute Chancen, sie auf einem Waldspaziergang anzutreffen; nicht nur im Wolermoos.
In der Umgebung des Wolermoos haben Landwirte in den letzten Jahren mehrere "Ökowiesen" angelegt. Im Spätsommer blühnen viele Blumen ein zweites Mal. Auf diesen Wiesen wimmelt es von Heuschrecken und anderen Insekten. Das ganz im Gegensatz zu den angrenzenden, intensiv genutzten Flächen. Der Unterschied ist gewaltig.

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Teufelsabbiss
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Kaisermantel, Männchen
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Kaisermantel, Weibchen
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Blumenwise

Anfang Juli
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Grünes Heupferd schlüpft aus der letzten Larvenhaut.
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Netz der Trichterspinne durch Tau am frühen Morgen gut sichtbar.
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Eine Heuschrecke hat sich im Fadengewirr eines Trichterspinnen-Netztes verfangen.
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Streuwiese mit grossem Bestand der Weissen Sumpfwurz (Orchidee).
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Blüten der Weissen Sumpfwurz.
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Sumpfkratzdistel mit Biene. Blütenreiche Lebensräume sind wichtig für Insekten.

Juni (Sommeranfang)
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Im Sommer sind an sonnigen Tagen viele Insekten anzutreffen. Auf dem Bild eine frisch geschlüpfte Kleinlibelle. Es gibt jedoch nicht nur etwas zu sehen, sondern ebenso viel zu hören. Beispiele rechts.
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Die Wasserfrösche feiern jetzt Hochzeit. Dazu gehört lautes und anhaltendes Quaken (Chorgesang!).

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In den extensiv genutzten Blumenwiesen (und nur dort) ist der Gesang der Feldgrillen die Hintergrundmusik zur Blumenpracht.

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In den Monaten Mai bis August gibt es im Wolermoos viel zu beobachten. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist in diesem Zeitraum besonders gross. Die vier folgenden Bilder sind nur eine kleine Auswahl von einem Rundgang am 1. Mai.
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Anfang Mai blüht als eine der ersten Pflanzen der Sumpfbaldrian im Kleinseggenried.
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Die Wald- bzw. Mooreidechse hält sich vorwiegend unter bzw. zwischen dem schützenden Blätterdach von Gräsern und Kräutern auf.
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Dieser junge Wasserfrosch (Jahrgang 2018) sitzt am Weiherrand und vertraut auf seine gute Tarnung.
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Den Zitronenfalter trifft man bei Sonnenschein am Waldrand oder in Waldlichtungen an.

16. März: Die Grasfrösche sind hier!
Im Wolermoos erscheinen die Grasfrösche um Mitte März in grosster Zahl zum Laichen. An seichten Stellen finden sich dutzende Tiere ein. Sie sind sehr scheu und lassen sich nur mit Vorsicht aus der Ferne beobachten (Feldstecher empfehlenswert). Das Spektakel dauert wenige Tage. Dann kehren die Frösche in den Landlebensraum in den Wäldern zurück. Die Jungfrösche verlassen das Wasser anfangs Juni.
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Anfang März: Ein Hauch von Frühling
Das Eis ist in den letzten drei Wochen geschmolzen. An sonnigen warmen Tagen fliegen bereits Schmetterlinge und erste Frühblüher sind anzutreffen. Falls es warm bleibt, werden bald die Grasfrösche zum Laichen an den Weiher wandern und wenig später folgen die Erdkröten.
Bilder: oben Eisschmelze; unten: Kleiner Fuchs; Primel; Seidelbast.


August, September 2018
Bau einer Flutmulde zur Förderung der seltenen Kreuzkröte.
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Informationen zum neuen Kreuzkrötenbiotop im Wolermoos

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